Von Böenwalzen bis Winterküsse
Senftenberg. Zum 5. Mal wird im Senftenberger Rathaus eine das Wetter in der Lausitz betreffende Fotoausstellung präsentiert. Dieser Ausstellung voraus ging der 9. Fotowettbewerb des Freundeskreises der Hobbymeteorologen unter dem Motto „Wetterkapriolen in der Lausitz“. Gemeint sind hier Launen der Natur oder Wetterüberraschungen. Weniger überrascht zeigte sich die Jury, bestehend aus Fachleuten vom Deutschen Wetterdienst Potsdam, der Meteorologischen Gesellschaft, des Naturschutzbundes und der Stadtverwaltung über die wiederholt große Teilnehmerzahl von 52 Fotografen, als über die erneut eingesandten zum Teil außergewöhnlichen Wetteraufnahmen aus unserer Heimat.
Von rund 300 eingesandten Aufnahmen wählte die Jury 95 für die Ausstellung im Rathaus aus. Die nach Auffassung der Jury besten 20, wurden am Abend der gut besuchten Ausstellungseröffnung mit Sonderpreisen und Anerkennungen geehrt. Der älteste und sehr aktive Fotofreund aus Senftenberg, Hans Hörenz, ist mit seinen 87 Jahren heute noch immer auf Motivsuche und freute sich besonders, es mit einem Foto aus seiner Kollektion auf die Einladung und auf das Plakat zur Ausstellung geschafft zu haben. Dr. Alexander Haußmann aus Hörlitz, bereits als Jugendlicher von Beginn des Fotowettbewerbs an dabei, besticht heute mit seinen fotografischen Experimenten und seiner technischen Versiertheit.
In ihren Worten dankten Herr Arne Spekat von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft Berlin, Herr Jürgen Tremmel vom Deutschen Wetterdienst Potsdam, sowie der rührige Initiator dieses Wettbewerbes, Rudolf Kupfer, den vielen Hobbyfotografen, aber auch der Stadt Senftenberg, in welcher man bereits zum fünften Mal ausstellt und das Rathaus als „Heimathafen“ für diese Ausstellung ansieht. Rudolf Kupfer aus dem Freundeskreis der Hobbymeteorologen betonte das Gemeinsame der Wetterfotografen und sieht in den immer wieder sehr hohen Publikumszahlen eine große Motivation des Weitermachens. Die Neugier auf die Natur unserer Heimat, das Schöne im Täglichen, was nicht das Alltägliche ist, zu entdecken und für andere festzuhalten, vermittelt den Besuchern immer wieder besondere Augenblicke. Auch deshalb sollten sie sich diese Ausstellung auf keinen Fall entgehen lassen.
Die Ausstellung ist im Rathaus zu den bekannten Öffnungszeiten bis zum 13. April 2012 auf zwei Etagen zu sehen. Danach geht sie nach Potsdam zum Deutschen Wetterdienst und wird da ab 12. Mai 2012 anlässlich des Tages der offenen Tür zu sehen sein.
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