(LausitzECHO, Der Urlauber, BauKompass, SpreewaldECHO)
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Mini gewinnt Größe
Mit dem Countryman will Mini noch mehr Familien als Kunden gewinnen
Ein neuer Mini ist los, und diesmal ist es einer, der nicht wirklich mini ist. Der Countryman kommt am 18. September zu Preisen ab 20 200 Euro auf den Markt und will ein Angebot sein für all jene, die ein Faible für Mini haben, aber mehr Platz brauchen.
Ein kleiner Blick in die Historie: Als der Mini Ende der 1950er-Jahre „erfunden“ wurde, sollte er eine Familie mit zwei Kindern und knappem Budget befördern. „Ohne den Cooper wäre der Mini immer nur ein kleines Auto wie andere kleine Autos geblieben“ – so der britische Motorjournalist Dong Nye nach dem Tod von John Cooper vor neun Jahren. Der „Vater“ dieses Sportlers auf der Basis des Mini hat ein Auto kreiert, das eines der erfolgreichsten der 1960er-Jahre wurde, ein Modefahrzeug, das wie ein Gokart um die Ecken fegte, aber wenig schuldbewusst aussah.
Und weil es ein Kultmobil für den fahraktiven Autofreak war, hat sich vor zehn Jahren BMW mit dem Konzept von Mini und Cooper beschäftigt und es wieder aufleben lassen, wobei eine Reihe von Schwächen – die die Fans aber sehr nachsichtig behandelten – ausgemerzt wurden. Die an den Armen zerrende schwergängige Lenkung hat man servo-verharmlost, die Verarbeitungsqualität hat spürbare Sprünge getan, der Sicherheit wurde viel Augenmerk gewidmet.
Zu Mini und Mini Cabrio gesellte sich vor drei Jahren der Clubman im Kombi-Format – beides sind richtige Erfolgstypen. Von ihnen konnten im ersten Halbjahr fast 110 000 Einheiten verkauft werden – das sind 7,6 Prozent mehr als im Vorjahres-Zeitraum. Jetzt wird die Modellpalette um ein Crossover-Modell erweitert, das zum einen dem Mini-Konzept entsprechen, zum anderen aber mehr Platz für die Reisenden bieten soll. Der Hersteller geht davon aus, dass der Countryman vor allem in den USA, in Japan und in Europa für weiteres Wachstum sorgen wird.
Der viertürige Countryman ist bei einem Radstand von 2,60 Metern rund 40 Zentimeter länger, 11 Zentimeter breiter und 15 Zentimeter höher als der „normale“ Mini und übertrifft auch den Clubman in den Maßen deutlich. Er spielt ganz klar in einer anderen Liga, bietet im flexiblen Innenraum erstaunlich kommode Platzverhältnisse. Im Fond sind serienmäßig zwei Einzelsitze installiert, die ebenso gut ausgeformt sind wie die in der ersten Reihe. Auf Wunsch und ohne Extra-Zahlung kann aber auch eine Rückbank eingebaut werden, auf der drei Passagiere Platz finden.
Die praktische Seite des Countryman: Die Fondsitze können einzeln oder im Verhältnis 60:40 um 13 Zentimeter in Längsrichtung verschoben werden, die Lehnen in der Neigung verstellt oder einzeln umgeklappt werden. Das Gepäckvolumen von 350 Litern kann bei umgeklappten Rücksitzlehnen auf bis zu 1170 Liter erweitert werden. Die Sitzposition ist leicht erhöht und ermöglicht eine gute Rundumsicht.
Als Antriebe stehen ausschließlich 1,6-Liter-Motoren zu Wahl. Den Benziner gibt es in den Leistungsstufen 98 PS/72 kW, 122 PS/90 kW und 184 PS/135 kW; der Common-Rail-Turbodiesel ist mit Leistungen von 90 PS/66 kW beziehungsweise 112 PS/82 kW zu haben.
Ganz neu ist der stärkste Otto – ein Benzin-Direkteinspritzer mit Twin-Scroll-Turbolader und variabler Ventilsteuerung, der entweder mit einem Sechsganggetriebe oder – für 1540 Euro extra – mit einer Sechsstufen-Automatik kombiniert ist. Ein Doppelkupplungsgetriebe, das keinen Mehrverbrauch an Kraftstoff erzeugen würde, ist derzeit leider nicht verfügbar. Ein Novum in der Mini-Baureihe ist die Ausstattung mit Vierradantrieb. Der Kunde kann entscheiden, ob er mit Frontantrieb oder mit permanentem Allradantrieb unterwegs sein will.
Auf ersten Probefahrten mit dem Countryman stellte sich schnell das bekannte Mini-Gefühl ein: Das Fahrwerk ist perfekt abgestimmt, die Servolenkung arbeitet präzise – das ermöglicht auch mit diesem Maxi-Mini eine schnelle Kurvenhatz.
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