Seit 2011 Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten
Elbe-Elster. Die Elbe-Elster Klinikum GmbH bietet seit diesem Jahr die Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten an. Die so genannten OTA werden dabei auf die vielfältigen Aufgaben im Operationsdienst und in den Funktionsbereichen Endoskopie, Ambulanz und Zentralsterilisation vorbereitet. In ihrem späteren Berufsleben betreuen sie Patienten während ihres Aufenthaltes in Operations- bzw. Funktionsbereichen. Selina Lehmann ist die erste Schülerin, die im März 2011 diese fordernde aber auch interessante Ausbildung im Klinikum angetreten hat.
Die 20-jährige stammt aus Burgstädt bei Chemnitz und ist für ihre Ausbildung nach Elsterwerda gezogen. In einem Freiwilligen Sozialen Jahr hatte sie zuvor schon in den Bereichen Anästhesie und Intensivmedizin gearbeitet, kannte also die Anforderungen, die an sie gestellt werden würden. Sie beschreibt die ganze besondere Atmosphäre in einem Operationssaal als „positiven Stress“. „Man sollte vorher unbedingt in einem Praktikum ausprobieren, ob man dem auch gewachsen ist“, empfiehlt sie. „Bewerber sollten zudem in den Schul-Hauptfächern wenigstens die Note 2 haben“, ergänzt die Elsterwerdaer Praxisanleiterin Kerstin Neubert.
Die dreijährige Ausbildung verlangt den Schülern in 1.600 Theorie- und wenigstens 3.000 praktischen Stunden einiges ab. Selina absolviert die Theorie an der Carus-Akademie am Universitätsklinikum Dresden. „Daneben ist auch viel Selbststudium gefragt“, sagt sie. In der praktischen Ausbildung im Klinikum steht ihr eine Mentorin zur Seite. Sie weist die OTA-Schülerin in neue Arbeitsgebiete ein, gibt Hilfestellungen und kontrolliert die Arbeit der Schülerin.
Ein typischer Arbeitstag beginnt für Selina um 7.30 Uhr mit der Vorbereitung auf den OP-Tag. Sie hilft, die Operationssäle vorzubereiten, räumt Sachen vom Vortag weg, bereitet Instrumente und Geräte vor und unterstützt die sterile Schwester beim Aufbau der Instrumententische. Trifft der Patient ein, hilft sie dabei ihn zu lagern, ihm Elektroden anzulegen und den Operationsbereich vorbereiten. Während der Operation agiert sie als so genannter „Springer“ im Operationssaal. Nach den Operationen geht es an die Nachbereitung: Material muss aufgefüllt, die Säle müssen gereinigt werden, bevor Selinas Arbeitstag um 16 Uhr endet. „Als OTA muss man lange stehen können“, lacht sie. Ihre Mentorin Yvonne Domke ergänzt weitere Anforderungen: „Hier geht es um Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit, außerdem sollte man teamfähig sein und theoretisches Wissen schnell und produktiv umsetzen können.“ Schließlich soll ein künftiger OTA auch ehrlich sein: „Unsere Schüler müssen lernen, sofort zu sagen, wenn sie etwas unsteril gemacht haben“, sagt die Mentorin, „denn dabei geht es immer um das Patientenwohl.“
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