Weniger Einbrüche, aber höhere Kosten
Finanzieller Ausgleich über die Hausratsversicherung
Die Kosten, die durch Einbrüche und Diebstähle verursacht werden, sind auf ein Rekordniveau gestiegen – so Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Im Jahre 2009 wurden von den Versicherern 460 Millionen Euro an Geschädigte ausgezahlt. Das ist ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei wäre beobachtet worden, dass der Schaden pro Einbruch gestiegen sei: „Während 2008 Einbrecher einen Schaden von durchschnittlich 1103 Euro anrichteten, stieg dieser Betrag 2009 um elf Prozent auf jetzt 1224 Euro. Die erhöhten Kosten sind auf die immer wertvoller ausgestatteten Wohnungen mit Laptops, Smartphones, Flachbild-Fernsehern oder Blu-ray-Spielern
zurückzuführen“, erklärt Lübke.
Dennoch gibt es auch ein positives Signal: Die Zahl der Einbrüche sinkt. Wurden 2008 noch 390 000 Einbrüche gezählt, waren es 2009 „nur“ noch 370 000 Fälle. Das führt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung im GDV, vor allem auf konsequente Polizeiarbeit, hochwertige Sicherheitstechnik und bessere Aufklärung durch die Versicherungswirtschaft zurück.
Wenn sich aber nun doch Diebe Zugang zu Haus oder Wohnung verschafft, Wertvolles entwendet und dabei noch Schaden angerichtet haben, kann sich derjenige noch glücklich schätzen, der eine Hausratversicherung abgeschlossen hat. Derzeit würden rund 77 Prozent aller Haushalte in Deutschland über eine solche Versicherung verfügen, so die Statistik des GDV.
Sie schützt den persönlichen Hausrat vor den finanziellen Folgen eines Einbruchs. Dabei werden die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände übernommen und die Kosten für Reparaturmaßnahmen aufgrund aufgebrochener Fenster und Türen sowie Vandalismusschäden erstattet.
Da diese Kosten nun deutlich gestiegen sind, befürchten manche Kunden nun höhere Prämien für die Hausratversicherung. „Davon ist derzeit nicht auszugehen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass unsere Kunden immer mehr Leistungen für teilweise sogar sinkende Prämien bekommen. Grund hierfür ist der starke Wettbewerb zwischen den Unternehmen“, beruhigt Fürstenwerth.




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