(LausitzECHO, Der Urlauber, BauKompass, SpreewaldECHO)
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Büffel für die Kalkmoore
Vierbeiner befreien demnächst Moorschutzflächen von störendem Aufwuchs
Potsdam. Bei ihren Moorschutzbemühungen erhält das Projektteam des EU Life-Projekts „Kalkmoore Brandenburgs“ der Stiftung NaturSchutzFonds demnächst Unterstützung von erfahrenen vierbeinigen Landschaftspflegern. 13 Wasserbüffel sind in dieser Woche aus der Schweiz geliefert worden und akklimatisieren sich momentan auf Stiftungsflächen am Rietzer See. Zehn der Paarhufer werden gewissermaßen Kollegen im Kalkmoore-Projekt. „Die Tiere werden sich schon bald unter anderem im Projektgebiet Lange Dammwiesen nahe Strausberg an die Arbeit machen und uns dabei helfen, Schilfröhrichte und Gebüsche zurück zu drängen“, so Michael Zauft vom Projektteam. Gute Erfahrungen mit dem Einsatz der Wasserbüffel insbesondere auf nassen Flächen, die mit herkömmlicher Technik nicht zu befahren sind, hat das Landesumweltamt in Zuge des EU Life Projekts „Binnensalzstellen Brandenburgs“ gemacht.
In fünf von vierzehn Projektgebieten des Kalkmoore-Projekts hat das Projektteam zudem die ersten Grundwasserpegel gesetzt. In den Projektgebieten Maxsee (Oder-Spree), Loeptener Fenne, Pätzer Hintersee (Dahme-Spreewald), Gramzow-Seen (Oberhavel) und Bollwintal (Uckermark) werden mit Hilfe der Pegel die Grundwasserstände erfasst und automatisch aufgezeichnet. Michael Zauft erklärt: „Als Vorbereitung der nächsten Arbeitsschritte ist es für uns wichtig zu wissen, wie hoch das Grundwasser steht und wie stark die Grundwasserstände schwanken.“ Auf Basis dieser Daten würde entschieden, durch welche Maßnahmen und in welchem Umfang die Wasserstände angehoben werden, um die wertvollen Kalkmoore wieder zu vernässen, ergänzt Zauft. Um das Wasser in den sensiblen Lebensräumen zu halten, werden später zum Beispiel Gräben, die die Moore entwässern, verschlossen.
Das Projekt „Kalkmoore Brandenburgs“ der Stiftung NaturSchutzFonds verfolgt vor allem ein Hauptziel. Kalkreiche Niedermoore, die zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen im Land Brandenburg zählen, sollen erhalten und auf aussichtsreichen Standorten in fünf Landkreisen wieder hergestellt werden. Dass dort die Moore wieder wachsen, kann unter den vorhandenen Rahmenbedingungen auf einer Kernfläche von 160 Hektar erreicht werden. Damit hätte sich der aktuelle Bestand mehr als verdreifacht.
Zudem besteht die Absicht, den Landschaftswasserhaushalt auf rund 1.600 Hektar Projektfläche zu stabilisieren. Insgesamt 6,4 Millionen Euro fließen in das Projekt, das die Europäische Union und die Stiftung NaturSchutzFonds zu gleichen Teilen finanzieren.
NaturSchutzFonds Brandenburg







