(LausitzECHO, Der Urlauber, BauKompass, SpreewaldECHO)
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Heimrauchmelder können Leben retten
Während die Anzahl der Brände tagsüber zwischen 6.00 Uhr und 18.00 Uhr doppelt so hoch ist wie in der Nacht, verhält es sich die Schadenshöhe umgekehrt. Der Grund liegt darin, daß tagsüber durch die Anwesenheit von Menschen die Brände in einer relativ frühen Phase erkannt und bekämpft werden können. Nächtliche Brände dagegen bleiben oft längere Zeit unerkannt und wirken sich daher wesentlich gefährlicher für Menschen und Sachwerte aus.
Wie die nachfolgenden Zahlen verdeutlichen sind bauliche Brandschutzmaßnahmen allein nicht immer ausreichend. Durch Brände werden jährlich ca. 1,6 Mrd. DM an Sachschäden verursacht. Jedes Jahr verlieren ca. 800 Menschen ihr Leben. Von diesen 800 Brandtoten pro Jahr sind 600 Tote dem häuslichen Bereich zuzuordnen. Deshalb sollten die baulichen Brandschutzmaßnahmen je nach Gefährdungsgrad durch technische Brandschutzanlagen ergänzt werden. Zu diesen technischen Brandschutz-anlagen gehören Heimrauchmelder, wobei diese nicht mit industriellen Brandmeldeanlagen vergleichbar sind.
Was sind nun Heimrauchmelder?
Heimrauchmelder sind Brandmelder, die auf die Branderkennungsgröße Rauch reagieren und speziell auf die Bedürfnisse des häuslichen Bereiches zugeschnitten sind. Sie funktionieren autark, d.h. sie sind nicht an eine übergeordnete Brandmelde-zentrale oder eine Stromversorgung angeschlossen. Die notwendige Energieversorgung zur sicheren Funktion erfolgt durch eine Batterie. Bei der Installation ist somit kein Verlegen von Leitungen notwendig.
Warum Heimrauchmelder?
Rauchmelder dienen dem Schutz des Lebens und der Gesundheit der Bewohner eines Wohngebäudes. Darüber hinaus schützen sie die Sachwerte durch eine akustische Warnung in der Brandentstehungsphase, d.h. bevor die Rauchgaskonzentration über einen Wert von 3% steigt.
Rauchgas tötet sekundenschnell. Ein schlafender Mensch hat keine Überlebenschance mehr, wenn die Konzentration des Rauchgases für den Menschen gefährliche Werte erreicht. Die Anbringung von Heimrauchmeldern empfiehlt
sich deshalb vorrangig in Schlafzimmern und Kinderzimmern. Wichtig ist außerdem, dass Heimrauchmelder ausschließlich zur Verwendung in Wohngebäuden geeignet sind und niemals als Ersatz für eine Brandmeldeanlage in einem öffentlichen Gebäude eingesetzt werden dürfen.
In vielen Landesbauordnungen ist der Einsatz von Heimrauchmeldern schon gesetzlich vorgeschrieben so z.B. in Mecklenburg-Vorpommern seit 2006 und Thüringen seit 2008. Es ist wahrscheinlich, dass die Forderung nach Heimrauchmeldern in absehbarer Zeit auch in den restlichen Ländern Pflicht wird.
Bei der Anbringung und der Auswahl der Heimrauchmelder sollten Sie die Empfehlungen Ihrer örtlichen Feuerwehr beachten, d.h. ausschließlich Heimrauchmelder mit VdS-Zertifizierung installieren. Dort bekommen Sie auch Hinweise für den optimalen Installationsort. Die Bezugsadressen einer Lieferfirma in Ihrer Nähe finden Sie beispielsweise in Ihrem Telefonbuch.
Dipl.-Ing.(FH) René Paul
Staatlich anerkannter Prüfsachverständiger für Brandmelde- und Alarmierungsanlagen nach Landesbaurecht
VdS-anerkannter Elektro- und Blitzschutzsachverständiger








