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Praxistipp Hühnerhaltung - Infektionskreislauf stoppen

Wer "glückliche" Hühner im privaten Stall hält, muss besondere Vorkehrungen für die Tiergesundheit treffen. Darauf weißt der Tierhaltungsspezialist Dostofarm aus Westerstede hin. Das Problem sei der mit Krankheitserregern durchsetzte Kot einzelner Tiere: Er sammelt sich in der Einstreu und auf der Freifläche. Beim Picken und Scharren nehmen nun auch die gesunden Tiere den Erreger über Magen und Lunge auf. Kokzidiose, eine durch winzige Parasiten verursachte und oft tödliche Darmerkrankung, verbreitet sich dadurch rasant. Ebenso bakterielle Erkrankungen, allen voran Escherichia Coli (kurz E.Coli), erkennbar an vielfältigen Entzündungen und Frühsterblichkeit. Dem Wurmbefall sind speziell Legehennen ausgesetzt.

Um die Gefahr zu minimieren, ist Hygiene erstes Gebot. Der Einstreu sollte also so oft wie möglich ausgetauscht und die Auslaufflächen gewechselt werden. Eine räumliche Vergrößerung oder weniger Tiere im Stall ist aus physiologischer Sicht immer sinnvoll. Schon die regelmäßige Reinigung der Ruheplätze und der Legenester mit heißem Wasser senkt die Keimzahl in diesen Bereichen erheblich. Vorbeugend empfiehlt sich die Gabe pflanzlicher Futterergänzungen, insbesondere aus Oregano. Hoch angereicherte Extrakte dieser Pflanze wirken gegen Bakterien und Pilze, ja sogar Viren. In vielen Fällen reichen Präparate wie Dosto TMR oder Liquid zumal sie keine Rückstände im Tiererzeugnis hinterlassen. Resistenzen sind nicht bekannt. Ist die Erkrankung dennoch ausgebrochen, lassen sich Heilungserfolge durch Steigerung der Dosis erzielen, wie Züchter berichten.

Hat dies keinen Erfolg, sollten Antibiotika vom Tierarzt verabreicht werden. Dabei ist zu bedenken, dass die Tiere dann mit Rückständen belastet werden und sich Nebenwirkungen ergeben könnten. Daher sollten auch giftige Desinfektionsmittel wie Kresole nur als "Ultima ratio" eingesetzt werden.
Lieber vorab an der Quelle ansetzen und Keime in der Stallluft sowie Überträger wie die Rote Vogelmilbe dezimieren, wofür sich voll biologische Mittel wie Urtex eignen. Kostenseitig ergeben sich kaum Unterschiede, doch die natürliche Variante ist für Halter und Tier gesünder.

red.

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