Kennenlernen-Woche des FC Energie Cottbus in der Türkei
Fußballer trainierten acht Tage in Antalya
Die Türkische Rivera entwickelt sich langsam aber sicher zum Winterdomizil der Bundesliga. Dynamo Dresden, MSV Duisburg und vom 15. bis 22. Januar auch der FC Energie Cottbus, nutzten das deutlich bessere Klima am Mittelmeerort Antalya zur Saisonvorbereitung. Was schon im Vornherein absolut Anerkennung verdient, sind die Fans. Alle treffen sich friedlich an der Hotelbar und diskutieren über ihr Lieblingsthema – den Fußball.
Der frühe Vogel fängt den Wurm
Für die Energie-Kicker ging es in der Sonntagnacht um 2.30 Uhr Richtung Flughafen Schönefeld. Gegen 10 Uhr fanden sich alle auf ihren Zimmern im Strandhotel Titanic in Antalya wieder. Wer nun dachte, dass erst mal Pause war, der sah sich getäuscht. Eine Laufeinheit am Strand stand auf dem Programm, der die müden Beine fit machen sollten.
Neue und alte Spieler an Bord
Der neue Trainer Rudi Bommer hatte schon in Cottbus Gelegenheit die Spieler in der ersten Trainingswoche kennenzulernen. „Ein Trainingslager kann man optimal nutzen um einzelne Gespräche zu führen aber auch gemeinsam intensiv zu trainieren“, begründete Bommer die Reise in das türkische Trainingslager. Davon ausgehend, dass für den Trainer alle Spieler unter dem Motto „Kennenlernen“ standen, sollten sich natürlich auch die Neuzugänge Uwe Möhrle (32) und Marius Bilasco (30) in das Team einfügen. Das gelang nur zu 50 Prozent, denn Marius Bilasco blieb krankheitsbedingt zu Hause. Dafür rückte U23-Spieler David Urban in den Kader. Uwe Möhrle hinterließ einen sehr guten Eindruck und hatte sogar im ersten Testspiel gegen den MSV Duisburg in den letzten Minuten die Kapitänsbinde vom Trainer bekommen.
Zweimal getestet – 70 Liegestütze kassiert
Trainingslagerorte werden auch immer nach den vorhandenen Testspielgegnern ausgesucht. In Antalya waren dass für den FC Energie Cottbus am Mittwoch (18.01.) der MSV Duisburg und am Samstag (21.01.) der rumänische Erstligist Pandurii Târgu Jiu. Im Spiel gegen den Ligarivalen MSV vergab man leichtfertig einen Sieg und kassierte zwei unnütze Gegentore. Trainer Rudi Bommer hatte vorher schon die Devise ausgegeben, dass für jedes Gegentor 35 Liegestütze fällig werden. Somit holten sich die Kicker gleich mal am nächsten Trainingstag dicke Arme. Trotz des Unentschieden (2:2) war Trainer Bommer mit dem Test der Sturmspitze Dimitar Rangelov und Dennis Sörensen zufrieden. Neuzugang Uwe Möhrle musste als Innenverteidiger über die volle Distanz gehen. Im Spiel gegen den rumänischen Erstligisten Pandurii Târgu Jiu wollten die in Rot spielenden Energie-Kicker nicht wieder mit dicken Armen eine Trainingseinheit bestreiten und ließen über 90 Minuten kein Gegentor zu. Dass goldenen Tor machte Martin Kobylanski nach seiner Einwechslung in der 75. Minute und sicherte sich somit den Sieg über den rumänischen Erstligisten. Im letzten Testspiel probierte Bommer die Defensivkombination Roger und Uwe Möhrle aus: „Beide hinterließen einen stabilen Eindruck, ich bin mit beiden ganz zufrieden“ so der neue Cheftrainer des FC Energie Cottbus.
Federn gelassen
Uwe Hünemeier hat wieder einmal Verletzungspech. Im Testspiel gegen Duisburg hatte sich der Defensivmann eine Blessur zugezogen. Die Diagnose heißt Bänderanriss im rechten Sprunggelenk. Das bedeutet mindestens vier Wochen Pause. Damit wird der Innenverteidiger auch beim Saisonstart in München bei dem TSV 1860 fehlen. „Ich hatte mich nach der Knieverletzung erst gerade wieder rangekämpft und habe mich wirklich gut gefühlt, so der 26-Jährige, „jetzt muss ich schon wieder nur zuschauen“, fügt Hünemeier frustriert hinzu.
Senftenberger in der Türkei
Zu einem Treffen zum Smaltalk kam es Mitte der Woche zwischen den Senftenberger Fußballtalenten Alexander Bittroff und Sebastian Schuppan (Dynamo Dresden). Die Hotels der beiden Mannschaften lagen unmittelbar nebeneinander am Strand von Antalya. Trotzdem blieb wenig Zeit für private Treffen. Um so mehr genossen die Youngsters den privaten Plausch.
Fazit positiv
Trainer Bommer zog nach dem einwöchigen Trainingslager an der Türkischen Riviera eine positive Bilanz. „Wir hatten sehr gute Bedingungen in Antalya und sind auf einem guten Weg. Aber wird sind noch längst nicht fertig. Einige Laufwege passen noch nicht“, zieht Rudi Bommer optimistisch sein Fazit. Cottbus testet noch einmal im Stadion der Freundschaft gegen den polnischen Erstligisten Pogoń Szczecin. Anstoß ist am 29. Januar um 14 Uhr.
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