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Vom Kinderzimmer zur Unternehmensgruppe
Die EuroLogistik-Firmengruppe - regionaler Partner für Entsorgung und Logistik
Senftenberg. Erfolgreiche Unternehmer hatten die zündende Idee oft in der eigenen Garage, unter der Dusche oder im Bett. Und aus der einfachen Idee wurden dann weltumspannende Firmen. Dazu fallen einem zuerst immer Unternehmerpersönlichkeiten wie Steve Jobs von Apple oder Bill Gates von Microsoft ein. Doch auch in der Lausitz gibt es diese Erfolgsgeschichten. Mario Klemann (37), Gründer der EuroLogistik-Firmengruppe, ist ein solcher Erfolgsunternehmer.
1994 begann der gelernte Speditionskaufmann Unternehmerluft zu schnuppern. Und zwar nicht irgendwo, sondern im eigenen Kinderzimmer. Mit Telefon, Fax, Block und Stift vermittelte der damalige Jungunternehmer Frachten für Speditionskunden. „An meinem Schreibtisch, wo ich früher Hausaufgaben machte, brachte ich ein Jahr lang Tag für Tag deutschlandweit Transporte auf die Straße“, beschreibt Klemann seinen Unternehmensstart, Dann kam der Großauftrag bei der Rekonstruktion des Waldschlösschen in Dresden. Damit begann das rasante Wachstum.
Bis 1997 waren Boden- und Bauschuttarbeiten Klemanns Geschäft. „Es dauerte nicht lange und wir wurden von den Firmen angesprochen, ob wir nicht Personal und Technik stellen könnten. So ging es Schritt für Schritt aufwärts. Das war definitiv der Start der heutigen Firmengruppe“, erinnert sich der Unternehmer. Gute Arbeit spricht sich rum. Und der nächste Großauftrag ließ nicht lange auf sich warten. Die ALBA-Gruppe in Berlin war der Auftraggeber. „Mit ALBA konnten wir das Tor zum Recyclinggeschäft aufstoßen“ resümiert Mario Klemann, „uns verbinden auch noch heute gute Geschäftsbeziehungen mit dem weltweit tätigen Konzern“.
In der Zwischenzeit ist das Kinderzimmerunternehmen zur Firmengruppe gewachsen. Die Ihren Verwaltungssitz natürlich immer noch in Senftenberg hat - heute in der Spremberger Straße 80. Die EuroLogistik Verwaltung GmbH wurde 2005 gegründet. Sie ist das verwaltende Dach für sechs deutsche und zwei internationale Unternehmen. Mit zirka 25 Mio. Euro Umsatz im Jahr und insgesamt 260 Mitarbeiter gehört sie nun zu den Großen in der Region. Leistungsbereiche wie Buchhaltung, Controlling, Personal, EDV und Unternehmensführung sowie Fachkräfte für Bilanzen, Steuern und Recht gehören selbstverständlich zu den Kernkompetenzen der Holding. „Durch die Verwaltung können sich unsere einzelnen Tochterfirmen auf ihr operatives Geschäft konzentrieren“ definiert Geschäftsführer Klemann die Hauptaufgabe der Verwaltungs-GmbH.
Eine der Töchter ist die EuroLogistik Umweltservice GmbH. Mit Standorten in Senftenberg und Massen, 100 Mitarbeitern und 24 Sattelzügen ist sie das größte Unternehmen der Gruppe. Nationale und internationale Transporte, die Herstellung von Ersatzbrennstoffen und Brennstoffen nach Biomasse Verordnung aber auch Sperrmüllentsorgung und Containerdienste bis 40 Kubikmeter gehören zum Leistungsspektrum.
Die in Drebkau angesiedelte Service Recycling Drebkau GmbH (SRD GmbH) ist mit 35 Mitarbeitern der regionale Recyclingpartner für Klein- und Mittelstandskunden z.B. bei Haus- und Gewerbemüllentsorgungen. Als Zusatzleistung steht auch die Straßenreinigung auf ihrem Programm.
Der Standort Elsterwerda und Umkreis wird über die eingegliederte Frassur GmbH abgedeckt. Der Großteil der 20 Mitarbeiter ist in Spezialbereichen wie Industrie- und Tankreinigung tätig. Aber auch die Frassur ist örtlicher Partner von Entsorgungsdienstleistungen für Kleinkunden.
Mittlerweile ist die EuroLogistik-Firmengruppe so schlagkräftig, dass der Sprung in Großstädte wie Hamburg und Dresden erfolgte. Die ERH GmbH und ASV GmbH Hamburg haben ihre Schwerpunkte im wesentlichen im Erfassen, Sortieren und Handeln von Altpapier. Hippe Recycling in Dresden hat seine Kernkompetenz in der klassischen Entsorgung. Doch mit Visionär Klemann an der Spitze ist klar, dass der Leitgedanke der EuroLogistik, immer auch regionaler Partner für Kleinkunden im Recyclingmarkt zu sein, sich auch durch die Töchterfirmen in Hamburg und Dresden zieht.
Mit Niederlassungen in Polen und Tschechien gehen die ersten Schritte über die Landesgrenze hinaus. Doch nach dem gleichen Prinzip wie früher die ersten unternehmerischen Schritte aus dem Kinderzimmer: „erst vor die eigene Tür und in angrenzende Regionen – dann weiter“, erläutert Klemann sein strategisches Vorgehen.
Das Klemann nie vergessen hat wo er herkommt, merkt man nicht nur in der Art und Weise wie der auch großes Geschäft aufzieht, sondern auch daran wie sein Herz für die Region und deren Menschen schlägt. Seine Firmen sind immer auch regional sozial engagiert z.B. für das Tierheim Meißen, beim Schwimmverband Berlin oder dem FSV „Glückauf“ Brieske Senftenberg. In Finsterwalde-Massen wird jedes Jahr ein Schulprojekt zum Thema „Waldreinigung“ finanziert und durchgeführt.
Also: auch in der Lausitz gibt es visionäre Unternehmer, die gesunde Unternehmen führen. Das LausitzECHO wird in seinen folgenden Ausgaben ausführlich über die einzelnen Betriebe der EuroLogistik-Firmengruppe berichten.
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