WiL fordert neue Lausitz-Initiative
Elbe-Elster/Großräschen/Lauchhammer/Oberspreewald-Lausitz/Schwarzheide/Spremberg. Die Lausitz als eine Wirtschaftsregion im europäischen Wettbewerb der Regionen steht vor großen Herausforderungen. Um sich stärker als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort zu profilieren, müssen die Kräfte länder- und branchenübergreifend gebündelt werden. Daher fordert die Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. von der sächsischen und der brandenburgischen Landesregierung eine neue Lausitz-Initiative. „Wir müssen die Identität und das Profil der Lausitz stärker betonen, die Lausitz als eigene Marke nach außen aber auch nach innen vermarkten. Die Lausitz hat Potentiale sowohl als Wirtschaftsstandort als auch als Standort für Wissenschaft und Forschung und ebenso als Reiseziel und Kulturland. Die Lausitz sollte nicht als Randregion wahrgenommen werden sondern als bedeutende Region in der Mitte Europas“, erläuterte Dr. Hermann Borghorst, Vorsitzender der WiL, bei der Vorstellung des Lausitz-Papiers in Schwarze Pumpe bei Spremberg.
„Die Lausitz ist ein attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten, aber auch interessant für Investo-ren und Touristen. Damit das stärker als bisher zur Geltung kommt, braucht es eine gemein-same Initiative von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf beiden Seiten der Ländergrenze. Insbesondere für die klein- und mittelständischen Unternehmen der Region wird diese Bün-delung der Kräfte zur Überlebensstrategie“, so Lothar Kubitz, WiL-Vorstandsmitglied und langjähriger Geschäftsführender Gesellschafter der SKM GmbH in Boxberg.
Als Basis einer möglichen Kooperationsvereinbarung der Länder Brandenburg und Sachsen und der Landkreise sowie der Stadt Cottbus hat die Wirtschaftsinitiative Lausitz ein Positi-onspapier mit einem 10-Punkte-Plan als Diskussionsgrundlage erarbeitet. Zu den Forderungen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsregion Lausitz gehören u.a. folgende Punkte:
- Abstimmung einer gemeinsamen Lausitzer Wirtschaftsförderung: Die Wirt-schaftsförderungsgesellschaften Sachsens und Brandenburgs sollten ihre Arbeit zur Lausitz koordinieren, die Lausitzer Landkreise und Kommunen ihre bisherigen Pro-jekte und Instrumente bündeln.
- Schaffung eines einheitlichen Verkehrskonzeptes: Der Straßen(aus)bau, der Schienenverkehr und die Anbindungen an die Flughäfen Berlin, Leipzig und Dresden müssen mit dem Ziel einer wirtschafts- und tourismusfördernden Infrastruktur abge-stimmt werden.
- Profilierung des Innovationsstandortes Lausitz mit anwendungsbezogenem In-novationstransfer: Die Vernetzung der Lausitzer Hochschulen und der Lausitzer Un-ternehmen sollte mit dem Ziel eines systematischen Wissens- und Technologietrans-fers ausgebaut werden.
- Bündelung bestehender Fachkräfteinitiativen: Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte stellt eine der größten Herausforderungen für Lausitzer Unternehmer dar, weshalb eine frühzeitige Vernetzung von Schule und Wirtschaft sowie eine systema-tische Beratung der KMUs im Bereich der Personalentwicklung erforderlich sind.
Zur konkreten Umsetzung der strategischen Ziele und Forderungen sollte ein Lausitz-Rat mit einer gemeinsamen Geschäftsstelle geschaffen werden.
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